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Das Auge entwickelt sich bereits in der ersten Schwangerschaftswoche aus einer Ausstülpung des späteren Gehirns. Dr. W. Lang (Universität Heidelberg) wies nach, dass Nervenverbindungen zwischen allen Teilen des Körpers und der Iris (Farbiges im Auge) bestehen. Auf diesem Weg können Störungen der Informationsübertragung im Organismus zu Veränderungen in der Iris führen.
In erster Linie erkennt der Augendiagnostiker die Veranlagung, die jeder Mensch individuell sehr unterschiedlich auf seinen Lebensweg mitnimmt. Von ihr hängt ab, wie er auf Reize aus seiner Umwelt reagiert. Dies gilt sowohl für normale Reize wie für krank machende. Durch diese Veranlagung sind auch seine organischen Schwachpunkte festgelegt, die zum Ausgangspunkt einer Erkrankung werden können.
Der Augendiagnostiker hat die Möglichkeit, die Basis zu erkennen, auf der sich eine Krankheit entwickelt; er kann diese angehen und so eine tief greifende Ursachenbehandlung einleiten. Die Kenntnis der grundsätzlichen Schwachpunkte ermöglicht zudem - früh genug angewendet - eine Vorbeugungstherapie, die verhindern kann, dass Krankheiten sich überhaupt entwickeln.
Das Auge wird in Zonen eingeteilt, in denen sich die Organsysteme wie auf einer Landkarte darstellen. An Veränderungen der Iris-Struktur, an Helligkeitsveränderungen, an Auflagerungen und an der Einlagerung von Farbpigmenten kann der Augendiagnostiker erkennen, in welchen Organsystemen die Störungen aufgetreten sind, die Beschwerden verursachen. Interpretiert wird immer die Kombination der vorhandenen Zeichen mit der Grundkonstellation des Auges. Isoliert betrachtet, machen die Zeichen in der Iris keinen Sinn.
Auch die Augendiagnose hat ihre Grenzen. So ist es in den meisten Fällen unmöglich, eine Diagnose in der Form zu stellen, wie sie in der Schulmedizin gefordert wird. Sie ist eine Hinweisdiagnostik, die durch andere Diagnoseverfahren allenfalls ergänzt werden muss, was je nach Situation auch eine diagnostische Abklärung mit Mitteln der Schulmedizin erfordern kann.
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