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25. Februar 1987
Abschrift des Original-Briefes
Sehr geehrte Frau Schaub
Habe von mir nicht viel hören lassen. Da ich aber in der Zeitschrift "Blib Gsund" von Herrn J. über Ihre gute Kost gelesen habe, zwingt es mich zu schreiben. Dieses faule Schreiben empört mich zutiefst. Herr J. sollte einmal mich und alle, welche diese Kost machen, fragen, wie es "denen" geht. Dann würde er sagen: "Eine unsagbar unbezahlbare Kost." Es gibt leider viele, welche ein Übermass an Rahm, Öl oder Fleisch geniessen und nachher den schlechten Ruf verbreiten. Mit solchen Personen habe ich auch geredet.
Ich kam zu Ihrem Vortrag, war auf "Reform" eingestellt und liebte diese vielseitige Kost, besonders Salat- und Gemüseteller, alle guten Säfte, Honig, Stärkungsmittel usw. Aber meine Verstopfung, Schlaflosigkeit, Neuralgien, Schmerzen in den Beinen und Gliedern. Kurz gesagt: erschöpft, erschöpft. Leinsamen, aber nur in rauen Mengen mit viel Wasser, konnten den Stuhlgang etwas erleichtern. Er war meist wie Wasser mit fürchterlichem Geruch. Kein Arzt konnte mir helfen, alle Untersuchungen ergaben nichts. "Sie sind gesund." Wer hört es wohl nicht gern. Eines Tages reiste ich mit meiner Freundin nach Strassburg zu einem erfahrenen Heilpraktiker. Als er mich sah, sagte er zu Frau G.: "Ihre Freundin sieht ja gesund und gut aus." Beim Untersuch sagte er: "Oh, was haben Sie für Nerven, und die Nieren sind ganz unten." Zuletzt untersuchte er den Rücken. Da sagte er zu meiner Freundin: "Diese Frau ist sterbenskrank. An diesem Rücken mache ich nichts, bis eine Röntgenaufnahme kommt, sonst besteht die Gefahr einer Lähmung." Mein Arzt wollte keine Röntgenaufnahme machen, ich hätte nichts im Rücken, der Chiropraktiker übertreibe.
Mein Leib war aufgetrieben, man durfte ihn nicht berühren. Ein Erholungsaufenthalt brachte nichts. Als Notfall kam ich ins Spital. Das Eisen war bei 15 %. Ein Frauenarzt verschrieb mir fast nur Wasserkost, weil ich zu dick sei. Mir fielen die Haare aus. Trotz meiner zwei Buben wünschte ich mir, endlich einschlafen zu können, ich sah mich nur noch als Last an. Ich musste die Beine nachziehen, konnte den Arm nicht mehr heben, lief wie eine Betrunkene herum, war 1 Jahr im Bett. Diese Hölle von einem Leben möchte ich niemandem wünschen. Im Waid-Spital wurde ich angeschrien: "Sie wissen ja gar nicht, wo es Ihnen fehlt!" Nach der ersten Unersuchung war die Schwester verändert, man untersuchte mich noch einmal und noch einmal. Der Arzt entschuldigte sich, man hätte das nie geglaubt, am Rücken könne man nichts mehr machen, ich solle Bäder machen.
Danach ging ich in die Vita-Sana-Klinik. Dort bekam ich 28 Spritzen für meine Osteoporose. Bei der Darmspülung kamen Körner und Körner. Stolz sagte ich, das seien Leinsamen. "Ja", sagte die Schwester, "wenn Sie so weitermachen, können Sie gar nie mehr stuhlen." Die Kur gefiel mir gut, aber die Blähungen und Verstopfungen wurden nicht besser. Ich lief zu Naturärzten, welche erkannten und bedauerten.
Dann kam ich zu Ihnen, Frau Schaub. Ohne das Röntgenbild zu sehen, erkannten Sie mein Rückenleiden. Ich war nicht begeistert davon, meine Kost umstellen zu müssen. Zweifelnd begann ich damit. Nach einem Vierteljahr machte ich dann ernst. Heute kann ich nur sagen: Wenn ich es genau mache, geht es mir gut, ich brauche nur selten Siesta-Salz für den Stuhlgang. Das Gleiche sagt meine Schwiegertochter. |
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Zur Zeit mache ich zwei Haushalte, einen bei meinem invaliden Bruder mit viel Wäsche, weil er viel schwitzt. Daneben helfe ich alten Leuten bis 5 Stunden im Garten. Auch nähe ich viel und laufe 3 bis 4 Mal auf den Uetliberg.
Sehr geehrte Frau Schaub, ich habe Ihnen nur einen Teil meiner gesundheitlichen Störungen beschreiben, damit Sie sehen, wie dankbar ich für Ihre Kost bin. Leider habe ich die meisten Zähne "vor" der Schaub-Kost verloren. Heute staunt der Zahnarzt, ich gehe seit 4 Jahren nur noch zur Kontrolle. Meine Zähne sind schlecht, aber sie halten mir noch die Prothesen.
Damit möchte ich Ihnen meinen herzlichen Dank schreiben, welcher Ihnen gebührt. Ich hoffe, es haben viele Personen Herrn J. angerufen und geschrieben. Man sollte nicht so dumm schwätzen über etwas, was man nicht selbst ausprobiert hat. Könnte ich besser schreiben, würde ich ihm gern genau Auskunft geben über Ballaststoffe und Säuren, die ich lange genug selber angewendet habe.
Herzliche Grüsse
Ihre dankbare R. J.-R. |